
Wer Hameln hört, der denkt natürlich sofort an den bekannten Rattenfänger von Hameln. Jedoch gibt es noch viel mehr dort zu entdecken und zu bestaunen. Hameln liegt in Niedersachsen und hat um die 60.000 Einwohner. Die Ursprünge von Hameln gehen auf das Jahr 800 zurück. Um ein Benediktinerkloster wurde die Stadt langsam und stetig erweitert. Damals existierte nur ein kleines Dorf mit dem Namen Hamela. Heute gehört Hameln mit zu dem Landkreis Pyrmont, ist dessen Kreisstadt und direkt an der Weser gelegen. Um das Jahr 1200 wird Hameln das erste Mal schriftlich in einer Urkunde erwähnt. Das Besitztum einzelner Herrscher in dieser Zeit schnell wechseln konnte, hat die kleine Stadt oft erfahren müssen. Ob nun ein Bischhof, diverse Edelmänner oder verschiedene Grafen – Hameln war in dieser Zeit oft in kriegerische Handlungen verwickelt unter der die Bevölkerung zu leiden hatte. In dieser Zeit wurde auch die Sage vom Rattenfänger erstmals erwähnt und zwar im Jahr 1284. Jedoch ist in heutiger Zeit die Auffassung davon eine andere: damals war es üblich Kinder oder andere Arbeitskräfte ab zuwerben, die dann andere Teile des damaligen Landbesitzes eines Herrschers besiedelten und urbar machten. Der damalige Graf von Schaumburg hatte ebenfalls Land im damaligen Pommern, Schlesien und Mähren. Wahrscheinlich wurden die Kinder dorthin gebracht. In der Zeit danach war es auch nicht ruhig für die Bürger von Hameln. In der Zeit der großen Kriege von 1618 bis 1815 hatte Hameln und die andere Städte in Niedersachsen eine sehr große Last zu tragen. Und auch in der Zeit danach wurde der Kreis arg gebeutelt. Wie viele andere Städte auch musste nach dem letzten Krieg ein umfangreicher Wiederaufbau geleistet werden.